Jetzt im Kino

Bruno – Der junge Kreisky: Filmbericht mit Trailer

Wien zwischen 1927 und 1938: ein Film über Freundschaft, erste Liebe und den Mut, den eigenen Weg zu gehen

15. November in Döbling Film und Gespräch mit dem Regisseur, Eintritt frei, nur mit Anmeldung
Szenenbild: Nils Arztmann als junger Bruno Kreisky im Pullunder schiebt ein Fahrrad über eine Wiener Gasse der 1920er-Jahre

Offizieller Trailer: Alamode FilmSzenenbild: © Petro Domenigg / DOR FILM / Alamode Film

Pullunder, Krawatte, ein Fahrrad und Kopfsteinpflaster: Mit diesem Bild bleibt einem „Bruno – Der junge Kreisky“ schon nach dem Trailer im Kopf. Harald Sicheritz erzählt darin nicht vom späteren Bundeskanzler, sondern von einem Burschen aus gutem Haus, der mit 16 seinen eigenen Kopf entwickelt. Er verliebt sich, gewinnt Freunde und verliert manche wieder. Am Ende muss er Wien verlassen. Seit 1. Oktober läuft der Film im Kino. Am 15. November kommt er nach Döbling, und der Regisseur ist dabei.

Bruno – Der junge Kreisky: Filmbericht mit TrailerAnton Barz Veröffentlicht am Lesezeit ca. 6 Minuten Beitrags-ID: 8092
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Film und Gespräch in Döbling

Döbling aktiv lädt ein · Eintritt frei · nur mit Voranmeldung

„Bruno – Der junge Kreisky“ in der Residenz Zögernitz

Diesen Termin solltest Du Dir vormerken: Döbling aktiv zeigt den Film am Sonntag, 15. November 2026, um 13.30 Uhr in der Residenz Zögernitz, Döblinger Hauptstraße 76, 1190 Wien. Regisseur Harald Sicheritz ist an diesem Nachmittag dabei. Nach dem Film gibt es ein Gespräch mit ihm. Das ist eine schöne Gelegenheit, Fragen zu stellen und mehr darüber zu erfahren, wie der Film entstanden ist.

Der Eintritt ist frei, die Teilnahme ist aber nur mit Voranmeldung möglich. Anmeldung unter doebling.aktiv@gmail.com.

Bitte beachten: Die Vorführung wird von Döbling aktiv organisiert, nicht von obkirchergasse.at. Anmeldung und Fragen bitte direkt an Döbling aktiv.

  • Wann Sonntag,
  • Wo Residenz Zögernitz, Döblinger Hauptstraße 76, 1190 Wien
  • Eintritt frei, nur mit Voranmeldung per E-Mail
  • Veranstalter Döbling aktiv
  • Extra Gespräch mit Regisseur Harald Sicheritz nach dem Film
Jetzt anmelden Auf der Karte

Lieber vorher ins Kino? Im 19. Bezirk spielt derzeit kein Kino den Film. Am nächsten liegt das Votiv Kino in der Währinger Straße 12 (9. Bezirk), aus Döbling mit der Straßenbahn Richtung Schottentor gut erreichbar. Aktuelle Spielzeiten beim Falter

Der Film auf einen Blick

Kinokarte · Saal 1 · Reihe 7

Bruno – Der junge Kreisky

Kinostart
(Österreich)
Länge
116 Minuten
Genre
Biografie, Drama
Regie
Harald Sicheritz
Drehbuch
Harald Sicheritz, Fritz Schindlecker, Helene Maimann
Hauptrolle
Nils Arztmann als Bruno
Musik
Lothar Scherpe
Produktion
DOR FILM und DOR FILM West (Österreich/Deutschland)

Eingelöst! Der Trailer wartet ganz oben auf der Leinwand. Gute Unterhaltung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 1. Oktober 2026 im Kino. Die Galapremiere war am 29. September im Wiener Gartenbaukino.
  • Erzählt werden die Jahre 1927 bis 1938, von Brunos 16. bis zu seinem 27. Geburtstag.
  • Nils Arztmann spielt Bruno, es ist seine erste große Kinorolle. Mit dabei sind unter anderem Maya Unger, Soi Schüssler und Thomas Stipsits.
  • In Döbling: Döbling aktiv zeigt den Film am Sonntag, 15. November 2026, 13.30 Uhr in der Residenz Zögernitz. Eintritt frei, nur mit Voranmeldung, danach Gespräch mit dem Regisseur. Veranstalter ist Döbling aktiv, nicht obkirchergasse.at.

Worum es geht

Bruno hätte es bequem haben können. Die Familie ist wohlhabend, der Weg scheint vorgezeichnet. Doch mit 16 zieht es ihn zu Gleichaltrigen, die ganz anders leben als er. Daheim kommt das nicht gut an, und auch die neuen Freunde schauen den Burschen im feinen Anzug zuerst schief an.

Elf Jahre begleitet der Film ihn: durch Freundschaften, durch die erste große Liebe und durch eine Zeit, in der in Wien der Ton jedes Jahr rauer wird. Harald Sicheritz, vielen noch von „Hinterholz 8“ bekannt, nennt das im Gespräch mit Austrian Films eine kaum bekannte Abenteuergeschichte. Auf die Idee, genau diese Jahre zu erzählen, kam sein Co-Autor Fritz Schindlecker. Als Vorlage dienten Kreiskys eigene Erinnerungen, und die Historikerin Helene Maimann schrieb am Drehbuch mit.

Haft, Freundschaft und Abschied

Noch vor seinem 27. Geburtstag sitzt Bruno rund 18 Monate im Gefängnis. Ausgerechnet dort findet er einen Freund fürs Leben: Josef Weninger, gespielt von Thomas Stipsits, der ihm später bei der Flucht hilft. Fast eineinhalb Jahre lang bittet Bruno seine Eltern, mit ihm fortzugehen. 1938 bricht er ins Exil nach Schweden auf, und dort endet der Film.

Leichte Momente gibt es auch: Bruno auf dem Markt.Foto: © Petro Domenigg / DOR FILM / Alamode Film

Drei Frauen, eine große Liebe

Wer bei diesem Titel eine trockene Geschichtsstunde erwartet, irrt sich. Viel Platz bekommt das Herz: Drei junge Frauen interessieren sich für Bruno, gespielt von Maya Unger, Soi Schüssler und Maresi Riegner. Seine große Liebe heißt im Film Adele.

Diese Adele hat es so übrigens nie gegeben. Sicheritz hat sie aus mehreren Frauen zusammengesetzt, damit die elf Jahre nicht in lauter Episoden zerfallen. So ging er auch beim Gegenspieler vor. In dieser Figur steckt unter anderem jener Mann, den Kreisky einmal seinen besten Freund nannte.

Man kann etwas ändern, wenn man will.Sinngemäß: die Botschaft des Films laut Regisseur Harald Sicheritz
Großer Auftritt: Nils Arztmann im Zweireiher.Foto: © Petro Domenigg / DOR FILM

Nils Arztmann: Gesten statt Maske

Als die Anfrage kam, war Nils Arztmann 21 und noch Student am Max Reinhardt Seminar. Heute ist er 27 und spielt seit 2023 am Theater in der Josefstadt. Dass sich der Dreh um Jahre verschob, hatte für ihn einen Vorteil: Er konnte sich in Ruhe vorbereiten, begleitet von Helene Maimann.

Eine falsche Nase hat er dafür nicht gebraucht, darauf wurde bewusst verzichtet. Arztmann hat stattdessen die Haltung studiert: den erhobenen Zeigefinger, die Arme hinter dem Rücken, die eigenwillige Betonung der Verben. Wer den echten Kreisky noch im Fernsehen erlebt hat, wird einiges wiedererkennen. Ein hübsches Detail ist der Dreiteiler. Bruno trägt ihn gern, und seine neuen Freunde ziehen ihn damit auf.

Wer spielt mit?

Tipp auf eine Karte, dann geht der Scheinwerfer an.

Rollennamen nennen wir nur, wo sie öffentlich bestätigt sind.

Blues statt Walzer

Wien, 1920er-Jahre, da denkt man an Walzer. Sicheritz und Komponist Lothar Scherpe haben sich anders entschieden. Durch den Film zieht sich der Blues „You Gotta Move“, nach Angabe des Regisseurs ein Stück aus dem Jahr 1929. Frei übersetzt heißt der Titel „Vorwärts!“, und genau darum geht es in der Geschichte.

Die Musik soll sich ruhig ein wenig an der Zeit reiben, damit die schönen Kostüme und Kulissen nicht zum Selbstzweck werden. Noch etwas erzählt Sicheritz gern: Die Besetzung stand schon 2021 fest. Als im Frühjahr 2025 endlich gedreht wurde, war trotzdem noch jede und jeder dabei.

Szenenbilder

Wisch durch den Filmstreifen, ein Tipp vergrößert das Bild.

Fotos: © Petro Domenigg / DOR FILM / Alamode Film (Pressefotos)

Was die Kritik sagt

Die Kritik ist geteilter Meinung. Der Falter (Ausgabe 40/2026) überschreibt seine Besprechung mit „Aufwendig zerfleddert“. Das große Geschichtspanorama zerfalle in viele private Geschichten, heißt es dort. Man kann das auch anders sehen: Wer mehr über den jungen Menschen als über die große Politik erfahren will, ist hier genau richtig.

Ehrlich gesagt: Unser Bericht stützt sich auf Interviews, Pressematerial und Kritiken, die Quellen findest Du unten. Willst Du Dir selbst ein Bild machen und gleich dem Regisseur Deine Fragen stellen, hast Du am 15. November in Döbling die beste Gelegenheit dazu. Warst Du schon im Kino? Dann vergib unten Sterne und schreib uns, wie er Dir gefallen hat.

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Häufige Fragen

Seit wann läuft „Bruno – Der junge Kreisky“ im Kino?

Seit 1. Oktober 2026 in den österreichischen Kinos. Die Galapremiere fand am 29. September 2026 im Wiener Gartenbaukino statt.

Wie lange dauert der Film?

116 Minuten.

Wer spielt den jungen Bruno Kreisky?

Nils Arztmann, Absolvent des Max Reinhardt Seminars und Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Es ist seine erste Hauptrolle im Kino.

Welchen Zeitraum erzählt der Film?

Die Jahre 1927 bis 1938, also Brunos Leben vom 16. bis zum 27. Lebensjahr. Der Film endet mit seiner Ausreise ins Exil nach Schweden.

Wann wird der Film in Döbling gezeigt?

Am Sonntag, 15. November 2026, um 13.30 Uhr in der Residenz Zögernitz, Döblinger Hauptstraße 76, 1190 Wien. Veranstalter ist Döbling aktiv. Der Eintritt ist frei, die Teilnahme ist nur mit Voranmeldung unter doebling.aktiv@gmail.com möglich. Die Vorführung wird von Döbling aktiv organisiert, nicht von obkirchergasse.at.

Kann ich mit dem Regisseur sprechen?

Ja. Harald Sicheritz ist bei der Vorführung am 15. November in der Residenz Zögernitz anwesend, nach dem Film gibt es ein Gespräch mit ihm.

Wo läuft der Film sonst in der Nähe?

In den Kinos des 19. Bezirks läuft er laut Falter-Kinoprogramm (Stand 18. Oktober 2026) nicht. Am nächsten liegt das Votiv Kino in der Währinger Straße 12 im 9. Bezirk.

Quellen

  1. Austrian Films (AFC), Interview mit Harald Sicheritz zu „Bruno – Der junge Kreisky“, austrianfilms.com/interview/harald_sicheritz/…, abgerufen am 18.10.2026; Szenenbilder ebendort (© Petro Domenigg / DOR FILM / Alamode Film)
  2. news.at, Porträt Nils Arztmann und Harald Sicheritz, news.at/menschen/bruno-kreisky-film-…, abgerufen am 18.10.2026
  3. Falter, Kinoprogramm und Kritik „Aufwendig zerfleddert“ (Michael Omasta, Falter 40/2026), falter.at/kino/1080926/bruno-der-junge-kreisky, abgerufen am 18.10.2026
  4. ORF Wien, Galapremiere im Gartenbaukino, wien.orf.at/radio/stories/3372164, abgerufen am 18.10.2026
  5. kino.de, Filmseite mit Besetzung, kino.de/film/bruno-der-junge-kreisky, abgerufen am 18.10.2026
  6. Alamode Film, offizieller Trailer auf YouTube, youtube.com/watch?v=RDg4Bz6fyR8
  7. Amazon.de, Neuerscheinungen DVD & Blu-ray und Produktseiten (Erscheinungstermine, Formate, Altersfreigaben), amazon.de/gp/new-releases/dvd, abgerufen am 18.10.2026 (Affiliate-Link)
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Einkaufen und Leben in 1190 Wien

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